The Adventurists      

Habt Teil an unserer Reise nach Ulanbator und verfolgt unser Vorankommen hier!

Border to Kirgyzia CLOSED

Posted by Vixi Diamond at 23rd August 2010 at 13:22 in On the Road

Seit meinem letzten Bericht haben sich die Ereignisse sprichwörtlich überschlagen. Es war schlicht nie die Zeit und Musse da, Euch unsere Erlebnisse zu schildern. Darum gibt es heute einen Lead.

Nachdem wir Teheran verlassen haben, mussten wir Kevin an der Turkmenischen grenze zurücklassen und haben ein Kapitel eines Spionageromans mit erlebt. Auf der Weiterfahrt hat sich die Benzinpumpe vom Diamonds Tours Panda verabschiedet und 10 Kilometer nach der Usbekischen Grenze ging auch noch die Kupplung von eben diesem Panda in den Arsch... more?


Sonntag 8. August 2010

Nachdem wir uns zwei Tage in dem gigantischen Moloch Teheran erholten, fuhren wir also früh los um der Rush-hour zuvor zu kommen und die hat es in Teheran wirklich in sich. Nach 90minütiger Fahrt über Einschleussstassen, Highway Zubringer, über Brücken und durch Unterführungen sind wir endlich auf der richtigen Strasse weiter Richtung Osten. Einmal mehr überqueren wir den Albroz Gebirgszug und fahren in Richtung Sari, nahe dem Kaspischen Meer. Wir haben uns bereits darauf eingestellt und vorgesorgt, um heute unter freiem Himmel übernachten zu können. Die angenehme Kühle der Berge ist leider schon seit Kilometern verweht und die Hitze wird nachmittags fast unerträglich. Wir lernen schnell und kaufen bald schon deutlich mehr Wasser beim Pausieren ein. Wir brauchen Vielfaches des vermeintlichen Wasserbedarfs, der uns vor dem Austrocknen bewahrt. Der südöstliche Zipfel des kaspischen Meers liegt in einer Eben auf 23 Metern unter dem Meeresspiegel. Die Ebene verengt sich wieder zu einem steilen Tal und bald schon sind wir wieder von rund 2000 Metern hohen bergen umgeben. Das Tal schlängelt sich einem schönen Fluss entlang und während der Dämmerung normalisieren sich die Temperaturen auch wieder. Wir halten Ausschau nach einem geeigneten Nachtlager und werden fündig nachdem wir uns gegen einen schönen, jedoch mit ca. 10 Wildschweinen dekorierten Picknickplatz entschieden haben. Wir halten auf einem Kiesplatz am Flüsslein, kurz bevor es ganz dunkel ist und sehen noch ein par Wildschweine die sich aber desinteressiert, ihren eigenen Geschäften folgend, in der Dunkelheit davon machen. Wir kochen Pasta und Tomatensalat und beschwören wie früh wir uns morgen au die Socken machen wollen, um rechtzeitig an der turkmenischen Grenze zu sein. Wir machen denn aber doch noch zwei Tütchen Instantwein auf und freuen uns darüber, doch noch gegen das iranische Alkoholverbot verstossen zu haben. Anfangs haben wir das Aufgiesgertränk noch verschmäht aber wenn man sich vom Gedanken Rotwein verabschiedet und sich mit Punsch oder glühweinartigem Getränk zufrieden geben kann, schmeckt das Zeug ganz gut. Nach dem eine vom licht angelockte Libelle noch für eine kurzes Tohuwabohu gesorgt hat, legen wir uns zwischen unsere Pandas unter sternenklaren Himmel und schlaffen die Nacht durch, ohne von Wildschweinen besucht zu werden.

 

Montag 9. August 2010

Wir schaffen es tatsächlich bei Zeiten auf die Strasse. Die Fahrt führt uns wieder in höher gelegenes Grasland, wo es unwesentlich kühler ist. Gegen 14 Uhr nähern wir uns den Koppet Dag Bergen, der Gebirgszug der die Grenze zwischen dem Iran und Turkmenistan bildet. Wir sind auf rund 1000 Metern ü. M. und sehen zum ersten mal seit Tagen,Wolken, welche angenehmen Schatten spenden, wenn man unter ihnen durch fährt. Wir nähern uns der Grenze und werden, nachdem wir uns unwesentlich verfahren haben, von der Polizei gestoppt, die uns daraufhin gleich zur Grenze eskortiert. Der jüngere Polizist lässt uns kurz vor der Kaserne warten und holt sein brandneues Motorrad, mit Sirene und Blaulicht raus, welches wir auch nach hundert Zigaretten noch nicht fotografieren dürfen. Von einem Plozeitöff eskortiert fahren wir weiter in Richtung Grenze durch ein völlig biblisch, ursprüngliches Tal mit einem klein Gebirgsbach und filmen trotz deutlichem Verbot unsere Fahrt. Dann folgt eine sehr merkwürdige Szene. Der Polizist hält und wir mit ihm, er steigt ab wir aus und dann deutet er uns den weiteren Weg, ok. Als wir uns schon mit überschwinglicher Danksagung verabschieden wollten, zieht er eine blaue SD-Karte aus seiner Hemdtasche und übergibt sie uns. Es gelingt ihm, uns klar zu machen, dass diese Karte aus dem verunfallten MongolRally Auto stammte. Wir hatten bereits von diesem Unfall gehört. Dabei ist ein Team aus England verunfallt. Zwei Insassen wurden schwer und, trauriger weise, einer tödlich verletzt. Wir haben uns schon oft gefragt, wie es wohl zu diesem Unfall kam. Nicht sonderlich überrascht erfahren wir, dass das Auto der drei mit einem Truck kollidierte. Er gibt uns also die Karte und bitten uns, diese an die Familien der Opfer weiter zu geben. Nach dem wir nach fragen wie er daran gekommen ist und ob wir seinen Namen erfahren dürfen, verstummt das ohnehin schon harzige Gespräch und er deutet erneut auf die Grenze, die unweit vor uns auf einem Bergsattel liegt. Noch nicht verstehend, was uns da gerade in die Hände gelegt wurde, fahren wir weiter zur Grenze.

An der Grenze regeln wir vergleichsweise schnell die Wagen Papiere, um den Ausreisestempel zu kriegen, müssen wir aber brav bis kurz vor vier warten. Dann endlich werden wir zum Turkmenen durchgelassen. Der ist dafür bekannt seine Grenze sehr pünktlich zu schliessen und zwar um vier aber für ihn ist dann schon halb fünf. Wir stehen also in der kargen, stark an Russland erinnernde Zollhalle und merken schnell, das der Turkmenmann nicht mal eben einen reinlässt, der nicht angemeldet, oder noch schlimmer, nicht unerwünscht ist... Dazu eine kurze Rückblende, bis April konnten wir uns bei der Mongol Rally für 15 Pfund auf eine psoido Gästeliste für Turkmenistan setzen lassen. Weil dem Individualreisenden Turkmenistan fast vollkommen untersagt ist und keine Visa ausgestellt werden. Die Jungs haben aber für Mongolralliisten eine Ausnahme gemacht, da man um das Land , wenn man die Südroute nimmt, schlicht nicht drum rum kommt. Am Freitag von unserer Abreise haben sie dann Kevin informiert, dass er es aus unergründlichen Gründen nicht auf diese Liste geschafft hat und sie fast nichts für ihn tun können. Wir haben aber beschlossen hin zufahren und ein Bisschen einen Klamauk zu veranstalten und so den Turkmenen zum Einlecken zu bringen...Ende Rückblende. Hier fehlte uns allen schlicht die Erfahrung mit der russischen Auffassung von ordentlicher Arbeit. Wer glaubt das irgend einer dieser Knochen einmal Gnade vor Recht ergehen liesse, irrt gewaltig. In Windeseile ist klar, dass Kev nicht auf dieser Liste ist und entsprechend nicht einreisen kann. Unsere Versuche, den wachhabenden Offizier zum Einlenken zu bringen, sind noch schneller verstummt, als er mich mit strenger Mine fragt: You want pass Turkmenistan with car, yes/no? Decide now!!! Ein No, wäre dem Ende der Reise gleich gekommen, denn man kann diese sehr absurd organisierte Land nicht umfahren, ausser einer möchte sich mit einem gelben Panda durch Afghanisches Stammesgebiet nach Tadschikistan durchschlagen, ohne irgend ein Visum für eines dieser Länder in der Tasche... Kev wird also um punktgenau vier Ur rausgeworfen und das schwere Schloss wird vor den grünen Stahlzaun gehängt, um die Sachlage noch unmissverständlicher klar zu machen. Mit Ach und Krach gelingt es uns, ihm eine Flasch Wasser und eine Million Rial(~100 usD) durch den Zaun zu reichen, seinen Rucksack hatte er glücklicherweise schon zwei Minuten früher über geschnallt. Kevin konnte nicht nach Turkmenistan einreisen. Die Unmengen an Stemplen und Papieren die Flo und ich für die Einfuhr der Autos einzuholen haben, lassen uns fast vergessen, dass wir nur noch ¾ des Teams beisammen haben. Bevor der Spiessrutenlauf für die Autos losging konnte ich noch mit Alexander Telefonieren, der seine Eltern in Ashgabat besucht. Ich schilderte kurz, was sich gerade ereignet hatte. Sein Vater ist der deutsche Botschafter in Turkmenistan, eine super Adresse! Er hat mir versichert, dass sich sein Vater gleich selbst der Sache annehmen wird. Wir haben uns bereits mittags kurz gesprochen und alle vier von uns haben uns riesig auf das Abendessen mit Alex und seinen Eltern gefreut. Es war ein sehr schönes Gefühl, erwartet zu werden. Am Ende der Welt und mit diesem Problem im Schlepptau, waren wir überglücklich die Hilfe von Alex Vater in Anspruch zu nehmen. Nachdem wir uns ein Hotel genommen haben, gingen wir direkt auf die Botschaft, wo wir bereits erwartet wurden. Wir setzten uns in Büro des Botschafters und erzählten die ganze Geschichte von vorn. Nach Stirnrunzeln und Räuspern des Botschafters erklärte er uns, dass die Turkmenen grundsätzlich sehr korrekt arbeiten und solche Fehler, dass einer vergessen geht, sehr selten vorkommen. Wir geben dem Botschafter sämtliche uns bekannten Personalien von Kevin und er versichert uns sich morgen gleich der Sache anzunehmen. Das teilen wir Kevin unmittelbar per SMS mit, der seinerseits von den iranischen Behörden sehr freundlich und überraschend unkompliziert wieder ins Land gelassen wurde. Denn, wie gesagt, sind wir im Iran ausgereist und haben natürlich nur ein Single Entry Visum gekauft. Danach fahren wir im Diplomaten BMW zur Residenz des Deutschen Botschafters, wo wir bereits von Alex und seiner Mutter erwartet werden. Wir werden herzlichste begrüsst und nach unserem Befinden befragt, worauf hin wir uns gleich sehr wohl fühlen und bei kühlem Bier unsere Geschichten zum Besten geben. Wir essen herrliche Spaghetti Bolognese mit PARMESAN. Wir trinken Rotwein und Cognac, viel Cognac und reden bis spät in die Nacht. Im Ambiente der Residenz, welche sich in einem sehr schönen älteren Haus mit schönem Garten und Veranda befindet, vergessen wir fast, dass einer fehlt. Zur vollen Stunde, wenn unsere G-shocks Pieppiep machen, fällten uns dann aber jeweils auf, dass nur drei von vier Pieps zu hören sind...


Dienstag 10. August

0800, ich liege alleine im Doppelzimmer und das Telefon klingelt. Flo will wissen was läuft! Woher soll ich das wissen... Der Cognac war sehr lecker gewesen, ich kann ihn noch immer schmecken, also schleppe ich mich unter leichten Schmerzen, deren Ursprung kein Geheimnis ist, unter die Dusche. Gegen 0900 laufen wir wieder in der Botschaft ein. Es wurde bereits ein Angestellter der Botschaft zum Migrationsamt geschickt, der sich darum kümmern soll, dass Kevin reingelassen wird. Man rechnet damit, dass das gegen 1400 klappen könnte. Wir verbleiben so, dass wir dann nochmals vorbei schauen. Kevin erfährt das wieder per SMS und Zuversicht macht sich breit. Leicht lädiert befördern wir uns in die Lobby zurück und stillen unseren Internet Entzug bis Alex in Shorts und mit Fahrer vor uns steht. Wir machen eine Stadtrundfahrt und sehen eine Ansammlung kurioser Sehenswürdigkeiten von Weltrum. Davon ist die grösste Flagge der Welt noch das normalste. Es gibt z. B. Eine goldene Statue von Turkenbashi, ca. 70 Meter hoch, die sich so dreht, dass sein ausgestreckter Zeigefinger stets der Sonne zugewandt ist. Leider hat der Turkmene die Figur vor zwei Tagen hinter einem blauen Vorhang versteckt. Wir haben schnell das Wesentliche, was die Bauwut der letzten Jahre geschaffen hat , gesehen und fahren wieder ins Hotel. Nach einer kleinen Stärkung gehts wieder für ein Up-date auf die Botschaft. Es gibt keine Neuigkeiten, die Mühlen mahlen. Sichtlich verärgert über die Untätigkeit der Behörden, erklärt uns der Botschafter, dass er die Angelegenheit an den Vize Aussenminister eskaliert hat und dieser persönlich einen Entscheid bis Abends versprochen hat. Gleichzeitig hat seine Assistentin mit Hilfe der iranischen Botschaft eine Flugverbindung für Kevin herausgesucht, die ihn via Teheran nach Taschkent bringen würde, also Plan B.

Nach einem ereignislosen Nachmittag ist gegen 17 Uhr klar, dass Kevin auch heute nicht einreisen wird. Den ganzen Nachmittag sind Boten von Ministerium zum Amt und zurück gerannt. Dabei haben sie immer die sogenannte Verbalnote* vorgewiesen, worin der deutsche Botschafter sein Anliegen schildert, man möge doch Kevin endlich einreisen lassen. Leider war alles vergebens. Die möchten hier Kevin einfach nicht sehen. Er scheint unerwünscht zu sein. Jedenfalls besteht noch die Hoffnung, dass der Aussenminis bis Morgen früh entscheidet und Kevin morgen einreisen kann...

Wir treffen Alex nochmal im Biergarten, essen Schwein und Hammel und trinken Baltika N°7. Wir sind alle müde und gehen früh ins Bett...

 

Mittwoch 11. August

Jetzt kommt James Bond.

Bis 10 Uhr ist keine Entscheidung gefallen. Uns läuft die Zeit davon und wir entscheiden uns für Plan B. Wir werden bei der iranischen Botschaft angemeldet, wo wir Kevins Flüge bezahlen sollen und wenig später gleich auf der Matte stehen. Wir nehmen unwissend denn VIP Eingang, wo uns die nette Frau Hami empfängt. Nach einer kurzen Pause im Wartezimmer entdeckt uns ein schlecht gelaunter Iraner und befiehlt uns zum Fussvolk rüber und uns hinten anzustellen. Das tun wir hörig mit gesenkten Häuptern. Nach einer halben Stunde demonstrativen Nichtstun, dürfen wieder zu den VIPs, wo die Empfangsdame der deutschen Botschaft am Telefon auf mich wartet und mir erklärt, dass Kevin so schnell wie möglich am die iranischen Grenze soll... Er muss dort einen gewissen Murrat Kullal, Taxifahrer, finden und zwar schnell, denn der Ramadan hat schon begonnen und je tiefer der Blauzuckerspiegel, desto weniger sind diese Knochen zu gebrauchen. Murat Kullal kann Kevin zu einem gewissen El Chuly bringen und dieser wiederum hilft ihm, seine Flugtickets zu kriegen. Und wieder betont sie, dass alles ganz schnell gehen müsse. Also rufe ich Kevin an und erzähle wild drauf los, während er immer noch glaubt bald nach Turkmenistan einreisen zu dürfen, versuche ich ihm zu erklären, wie er nach Taschkent kommt, denn es gibt nur einen Flug pro Woche und der geht Freitags. Nach einer kurzen Verwirrung ist Kevfin klar, dass wir uns erst in ein par Tagen wieder sehen werden und er weiterhin auf sich allein gestellt ist. Gegen 14 Uhr schreibt er in einer SMS, dass er jetzt mit dem Taxi zu El Chuly gefahren wird.

Beni, Flo und ich besorgen und Basislebensmittel, schauen kurz in der Residenz vorbei, bedanken und verabschieden uns und verlassen auf glühendem Asphalt Ashgabtat, um möglichst schnell an die Usbekische Grenze zu kommen und dieses bizarre Land endlich verlassen zu können. Kurz ausserhalb der Stadt treffen wir dann auf die schlechtesten Strassen, die wir bis an zu befahren hatten. 30 cm tiefe Spurrinnen und metergrosse Schlaglöcher lassen uns nur langsam vorankommen. Für die rund 300 Kilometer nach Mary brauchen wir 7 Stunden. Gegen Mitternacht rollen wir vor einem alten Kommunisten Reisebunker an und beziehen Zimmer. Der Parkplatzwächter macht sich unsere Müdigkeit zu Nutzte und verlangt ca. Fünf Doller fürs Parkieren. Müde und ohne Elan für Verhandlungen strecken wir das Geld hin und checken ein. Dabei erfährt die nette, schwer russisch auftretenden Etagenchefin von unserm Parkiergeld. Darauf hin knüpft sie sich den Kerl persönlich vor und kommt mit mehr Geld zurück als wir bezahlt haben... Müde und geschunden fallen wir nach ein par Tomaten, die wir bei einer Rast am Wegrand von einem lustigen Mandlein geschenkt gekriegt haben, ins Bett...


*Verbalnoten sind weitgehend Formlose Schreiben. Sie werden im Schriftverkehr zwischen Botschaften und Ministerien und Ämtern eingesetzt.


Donnerstag 12. August

0730 Parkplatz, Diamond Tours Panda läuft nicht an. Schnell bildet sich ein Traube um das Auto. Ich drück da und dort am Motor rum und einmal auch auf Kraftstoffventil, worauf hin die Kiste einmal anspringt, das war dann aber auch gliech alles.Von meiner Phantasie beflügeltes Halbwissen, bringt mich von einer Theorie zur nächsten. In schwindelerregendem Intervall werden Gründe für das Stottern des Motors geboren und auch gleich wieder verworfen.

Ein Zuschauer packt mich und bringt mich zum Avtoremont. Da krallt er sich den erst besten 'Automechaniker' und wir fahren zurück zu meinem Panda. Es ist lange unklar wo da Problem liegt. Der Motor läuft einigermassen gut, wenn er denn mal läuft, er spring aber jeweils nur an nach dem man and diesem Ventil rumdrückt. Als wir uns zum Einspritzer vorgeschraubt haben, wird allmählich klar, dass wir mit der Treibstoffversorgung ein Problem haben. Also wieder zum Avtoremont und den Elektriker holen. Der kommt mit Taschenlampenglühbirne, 1m Draht und einem Schraubenzieher bewaffnet mit und präsentiert eindrucksvoll seine vier am Stück gegossen Goldzähne . Schnell ist klar, dass der Motor der Benzinpumpe im Arsch ist. Benzinpumpe, wenn ich das nur höre, Benzin Nazos auf russisch. Glücklicherweise haben sie ein passendes Stück zur Hand, das sich aber schnell als nicht funktionierende Chinabilligware entpuppt. Also wieder raus gerissen und irgendwas von Bosch oder so besorgen. Tatsächlich gibt es etwas Passendes für den Panda, wir bauen es ein und es tut so halb. Immer hie und da stirbt der Motor wieder doch noch ab, dann muss man kurz das ganze Auto schütteln und es geht wieder. Nach meinen hundert verworfenen Theorien, muss es einen komplizierten Zusammenhang zwischen falschem vor Druck für die Einspritzung und nicht optimal arbeitendem Ventil haben, eine einfache Erklärung wie z. B. Erin Wackelkontakt kommt für mich nicht in Frage. Der universell verständlichen Sprache der Technik mächtig, erkläre ich mit Papier und Stift den vermeintliche Sachverhalt diesen Kerlen und alle nicken zustimmend. Was für ein Fehler..! Wir fahren also los, an jeder zweiten Kreuzung stellt die Kiste ab. Schüttel schüttel und weiter gehts. Überzeugt davon, dass sich das bei der Überlandfahrt dann schon einschüttelt, fahren wir einmal mehr in der grössten Mittagshitze los, weiter Richtung Turkmenabat und Grenze. Beni hat sich mittlerweile zum mir in den Panda gesetzt, sodass wir ohne auszusteigen den Panda ordentlich schütteln können und der Motor wieder anspringt... Die Strassen sind deutlich besser als zuvor. Gegen Acht Uhr abends erreichen wir Turkmenabat. Wir nehmen uns ein billiges Hotel und gehen nach einem Stück Melone früh schlafen.


Freitag 13. August 2010

Bei Zeiten unterwegs, verfahren wir uns auf den rund 30 Kilometern bis zur Usbekischen Grenze prompt. Der Turkmene hält es für völlig übertrieben, Städte oder Ortschaften ausserhalb seines Hoheitsgebietes auszuschieldern. Das hat auch seinen guten Grund, denn weder Ausländer noch Einheimische queren diese Grenzen öfters. Die Ausreise gestaltet sich als wesentlich einfacher als erwartet, wie auch die Einreise nach Usbekistan. Ich wäre beinahe draussen geblieben, da ich nach dem Anstehen in der prallen Sonne, ohne Hut auf dem Haupt, fast 39°C auf der Stirn hatte. Das war aber dem Einreisegrnz-Arzt auch klar und nach drei Messungen liess er mich mit 37.9° rein. Wir fahren weiter und der Motor stellt ständig ab. So lange der Panda noch rollt, kann man die Zündung kurz ausschalten und meist springt er dann wieder im zweiten Gang an. Offenbar hat das aber der Kupplung nicht wirklich gefallen, denn rund 10 Kilometer nach der Grenze gehen die Gänge weder rein noch raus. Die Kupplung ist völlig im Arsch. Unglaublich, an dem Ding habe ich Stunden rumgedacht und mich gefragt, ob es wohl sinnvoll wäre einen Ersatzkupplungsscheibe einzupacken. Natürlich habe ich den Gedanken noch rechtzeitig vor der Abreise verworfen, sodass ich jetzt ohne das besagt Ersatzteil 60 Kilometer vor Buchara zum stehen komme. Wir schleppen die 60 Kilometer bis Buchara ab, nehmen uns ein Hotel und fragen nach dem besten Mechaniker der Stadt. Es ist Freitag kurz vor fünf als wir auf einem grossen Gelände etwa 15 Kilometer südlich der Stadt aufschlagen. Es ist eine Ansammlung von Werkstätten, die aus einer Grube und einen Ratschensatz bestehen und Ersatzeilhändler, die von allem ein Bisschen aber das, was wir brauchen, leider nicht anbieten. Viele der Shops haben bereits geschlossen. Ein Junge spricht mich auf englisch an und fragt was ich hier such, er könne mir Reifen verkaufen... Dankend lehne ich die Reifen ab, nehme aber seine Dolmetscherdienste gerne in Anspruch. Nach kurzem Rumfragen ist klar, wer hier der Platzhirsch bezüglich Fiat Kupplungen ist. Gar keiner. Aber Alisher mit seinem Lada Computer Diagnostic Büdchen soll die beste Adresse für mich sein. Wir finden ihn und er kuckt mich erst sehr grimmig an, als ich in seiner Werkstatt stehe und mit zerknirschtem Gesicht 'Klutsch, Clutsch, Klutschka kapputt!!!???' sage. Er setzt sich kurz hinters Steur, hebelt rum und gibt mir recht 'Klutshcka kapp'utt!!!

und so geht es weiter:

Das komplette Getriebe liegt vor mir auf einem dreckigen Garagenboden. Sämtliche fünfzig schrauben sind gleichmässig im Raum verteilt. Kevin kommt gegen Mitternacht mit dem Shared Taxi aus Taschkent an, was ich kaum mitkriege, da ich mit meinen neuen Gangster Freunden Bier bis zum Abwinken trinken musste. Wir lernen die Methoden der Usbekischen Stasi kennen, die es uns verbietet ihn einem privaten Haushalt zu übernachten, was den netten Gasgeber in grosse Schwierigkeiten bringen könnten. Dann finden wir heraus, dass sämtliche Landgrenzen zu Kirgisien geschlossen sind und wir kommen fast nicht mehr aus Usbekistan heraus....

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Viele neue Bildli

Posted by Vixi Diamond at 16th August 2010 at 10:46 in Homebase

Hallo Alle

Die Homebase hat soeben ein dickes Paket an Fotografien aus dem Osten gekriegt. Aufgenommen von den Teams auf dem Weg zwischen Tehran, Asgabat (Turkmenistan) und Usbekistan. Drüben beim Team Editanstalt Rally GmbH könnt Ihr sie anschauen.

Sobald mehr schriftliche Informationen (sprich: Reiseberichte) folgen, werden diese hier aufgeschaltet.

Bis denne - eure Homebase

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Eastern Promises

Posted by Vixi Diamond at 10th August 2010 at 20:29 in On the Road

Liebe in Gedankenmitreisende


Wie geht es Euch? Uns geht es gut... Wir hatten gestern einen freien Tag in Istanbul und haben uns mit dem nötigsten versorgt, so wie das Minimum an sight seeing gemacht. Jetzt ausgeschlafen, wieder vor grossen Routen. Die Temperaturen steigen mit jedem gefahrenen Kilometer an! Gegenwärtig dürften sie um die 30°C liegen. Das würde ein jeder als noch durchaus angenehm empfinden, einverstanden, doch kennt die Heiz- und Gebläseanlage // von einer Klimaanlage nicht die Spur // vom Diamond Tours Panda nur einen Betriebsmodus, und dem ist nach heizen heizen heizen. Da scheint irgendwas im Arsch zu sein. Das Mobil vom Team Editanstalt kann langweiligerweise von keinen Vorkommnissen hinsichtlich des Fahrzeugs berichten. Ganz entsetzt gaben die Jungs vor einigen Minuten über Funk durch, dass ihre Reservelampe gerade in dem gleichen prominenten Orange erleuchtet ist, wie unsere Getriebewarnlampe... Dazu kann ich gerade noch ein lustige Kuriosität vom Diamond Tours Mobil zum Thema Tank zum Besten geben. Bei unserem schönen Panda verhält sich das, seitdem wir den neuen Tank mit der gestohlenen Benzinpumpe eingebaut haben, wie folgt: Mit einem vollen Tank fahren wir rund 350 Km mit grell erleuchteter Reservelampe und knackig leerem Tank, dann geschieht das sonderbare, plötzlich erlischt die Lampe und der Tank füllt sich ohne unser Zutun in Windeseile zum völlig vollen Füllstand. Wir interpretieren das grosszügig, als dass dann wohl die Reserve zu Gebrauch kommt... hab ich das bereits in einer meiner früheren Schilderungen von mir gegeben?!? Egal zurück nach Beograd...


28.Juli Mittwoch


Wie bereits erwähnt übernachteten wir nach einer kurzen Fahrt in Beograd. Beni ging zum Friseur und wurde als Serien Star der bekannten Schweizer Soap Lüthi¢ & Blan¢ erkannt. Stimmt nicht, schreibt sich aber gut! Ich war hundemüde und entsprechend gelaunt... Nach einem kurzen Spaziergang durch das Städtelein sind wir früh zu Bett um unser ehrgeiziges Ziel Istanbul nicht in Gefahr zu bringen.


29. Juli

Die Fahrt durch Serbien war weitgehend ereignislos. Wir querten die Grenze zu Bulgarien, wo wir erneut ein Lächeln auf das Gesicht der sonst so streng guckenden Bulgarischen Zollbeamtin pinseln konnten, einzig durch das Verraten unseres Ziels. In Bulgarien war die Strassen bis an die miesesten, dennoch kamen wir gut voran und erreichten kurz nach dem Eindunkeln die Grenze zur Türkei. Am Zoll fuhren uns zwei dänische Rallyisten in der Schlange hinterher, die schon ziemlich fertig aussahen. Sie reisen mit ihren Dads bzw. Onkeln, Sie waren sehr freundlich. Ihr Ziel war ebenfalls Istanbul. Und da fuhren wir dann auch schnurstracks hin. Etwas merkwürdig erschien uns dann doch die Tatsache, dass der Türke ein 2*3spurige perfekt ausgebaute Autobahn an die Grenze legt und der Bulgare sich knapp dazu bekennen kann einen Kiesweg notdürftig auszubauen. Muss wohl einen politischen Hintergrund haben... Wir fuhren also die 280 km nach Istanbul fast nonstop durch und waren kurz nach zwei an den Aussenbezirken von Instabul bereits vorbei//Nachtrag, wir überschritten die erste Zeitzone an der Grenze zu Bulgarien//. Natürlich haben wir nichts organisiert und sind einfach mal nach Sultanahmet in die Strasse gefahren in der man immer unterkommt. Nach einer kurvenreichen Fahrt erst um die Blaue Moschee und dann gleich noch an der berühmten Hagia Sofia vorbei über Kopfsteinpflaster mit Wellen so tief wie sie die Pantarei zuschlagen vermag, hatten wir bereits die gröbsten Sight Seeing Brocken durch und setzen unsere Fahrt fort durch die engen und steilen Strassen des Sucks, wo an ein Durchkommen tagsüber gar nicht zu denken ist und knallten endlich direkt auf dem Parkplatz vor unserer Bleibe auf und bezogen gleich für zwei Tage Zimmer.

 

30. Juli

FREI: WIr haben endlich „Hella“ Scheinwerfer für aufs Dach gekauft und drauf gemacht... Jetzt sehen die Karren endlich nach Rally aus.

 

31. Juli

Wir fahren kurz vor 11 doch noch los und machen uns auf den Weg Richtung Schwarz Meer Küste. Vom Plan bereits morgen im Iran zu sein haben wir uns gestern schon verabschiedet. Dennoch liegen einige knackige Etappen vor uns. Dazu schreibe ich dann wieder gegen Abend.

 

31. Juli

Wir fahren also durch die die gnadenlose Hitze Kappadokiens, hoch ans schwarze Meer. Nach einer Vielzahl Baustellen, ging die Fahrt meist auf gut ausgebauten Strassen voran. Natürlich kamen wir einmal mehr, nicht so weit, wie das der Chef Navigator sich einst ausmalte, macht aber nichts, da wir an einem netten Ort direkt am Strand übernachteten. Zuerst verpflegten wir uns mit durchaus schmackhaftem Köfte und lernten gleich anschliessend die örtliche Prominenz kennen. Mit den alten Jungs haben wir dann einige runden Cay getrunken und uns darüber unterhalten wie gleich doch alle Menschen sind...

Danach haben wir unsere Pandas unmittelbar auf den Badestrand gestellt und uns dazwischen zur Ruh gelegt. Am Schwarzen Meer herschte eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit, wie man sie sonst wirklich nur aus tropischen Ländern kennt. Diese Feuchtigkeit hielt die ganze nach an und schlug in den frühen Moorgenstunden in erfrischende Kühle um, sodass einer nach dem andern ans Auto kraxelte um sich einen Pulli oder sonst was zum überziehen zu holen...


1.August, Sonntag

Was für eine Frechheit den auf einen Sonntag zu legen... für uns nur halb wahrnehmbar, da lange Ferien!

Wir haben viel geschlafen und kommen dennoch nur halb auf touren. Die ersten 4'000 km sind geschafft und wir mit ihnen. Die täglich Fahrerei ist deutlich anstrengender als erwartet. Während alle von uns zu hause mit irgendwas um die 6 Stunden Schlaf locker auskommen, scheint das hier einfach nicht auszureichen. Wir müssen noch etwas an unserer Strategie feilen, sodass wir kontinuierlich vorankommen und so richtig im flow cruisen.

Wir fahren dennoch zeitig los richtung Samsun und von da weiter nach Erzurum. Zu erst entlang der Küste, die einen an die Anden Südamerikas erinnern könnten, wäre man denn schon mal dort gewesen... Wir drücken die beiden Gelben wieder über die Berge weg vom Meer ins Landes innere. Nach langer Fahrt übernachten wir in einem Bade- und Kurhotel das schon ordentlich in die Jahre gekommen ist und beschliessen erneut mit der Kühle des nächsten Morgen ein paar hundert Kilometer mehr zu machen.


2. August, Montag

Nach einer schönen Fahrt durch Steppe, Berge und Gras präsentiert sich uns gegen sechs Uhr abends der Ararat Berg in seiner vollen Pracht. Mit seinen 5137(laut Wiki) Metern markiert er den endgültigen Abschied von Europa. Nun liegt bereits der Iran vor uns. Wir kehren in Dogubayzit ein und essen Lahmachun. Damit erledigen wir noch das letzte MUST-DO der Türkey und finden über dem Ort oben beim Isak Pasha Palast ein Lage unter freiem Himmel in der kühlen Nacht auf rund 2000 Metern. Wir sind alle etwas müde und gehen nach einem letzten Bierchen zeitig in unsere Schlafsäcke. Zufrieden wissend, morgen die Schwelle zum Iran zu übertreten.

 


Ssalam im Iran

Von Schafhirn & Kopftüchern oder wie wir die Hitze einholen...

 

Also erst mal ein fröhliches Hallo.

Beim letzten Bericht haben meine Lektoren leider nicht die Zeit gefunden, über meine Zeilen zu gehen. Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und hoffe damit nicht Euer Interesse an unserem Blog gebrochen zu haben! Da ich auf einer Tastatur, so gross wie eine, oder sagen wir mal zwei Tafeln Schokolade (oder einer Grossen) schreibe, während sich unser weich gefederter Panda über den türkischen Asphalt, wo vorhanden, schiebt, kann es gut und gerne vorkommen, dass ich mich eben vertippe... Zukünftig gibt's aber stets korrigierte Texte.

 


3. August 2010

Kurz nach acht sind die Pandas gesattelt und wir fahren die knapp 40 Kilometer and die Iranische grenze frisch und voller Erwartung am einmal mehr nebelfreien Ararat vorbei gradewegs auf die Grenze zu...

Nachdem uns an der Grenze ein äusserst freundlicher Mann im Iran willkommen hiess und unsere Papiere während rund vier Stunden stets sehr speditiv bearbeitet wurden, ging es dann tatsächlich am frühen Nachmittag auf Iranischen Strassen los. Dazu eins gleich vor weg, dieses Land leistet sich eine unglaubliche, petrolbetriebene Mobilität! So einen Verkehr hat man noch nicht gesehen. Jedenfalls fuhren wir dann los und zwar links anstatt rechts und dann, um die Rückfahrt kurz zu halten, in die vermeidliche Abkürzung, die sich als nicht zielführend entpuppte, wo dann Beni, auf dem Weg zu Hauptrasse zurück, gleich mal den Hobel so aufbockte, dass sogar mit 4*4 NICHTS MEHR GING. Nachdem wir mit vereinter Männerkraft schlicht gar nichts ausrichten konnten, holten wir endlich das Abschleppseil heraus. Etwas holprig beim Anbringen war ich dann doch noch, ich wollte ja nicht gleich das Fahrgestell auseinander reissen. Keev zog dann, mit gefühlvollem Fuss am Gaspedal, Editanstalt durch den, mit lehmigem Schlamm gefüllten Graben, und ungefähr eine Stunde später, etwas eingesaut, standen wir wieder am selben Ort und fuhren danach der richtigen Strasse entlang Richtung Tabriz.


Wir stellten unsere Uhren erneut vor. Dieses mal um 90 Minuten. Das macht jetzt 2 ½ Stunden Vorsprung auf Zürich.

 

4. August

Nachdem wir uns mal wieder eine richtig langes Schläfelein gönnten, sind wir kurz vor 9 Uhr auf die Strassen in Tabriz raus, für einmal zu Fuss. Unsere Mission galt dem Auffinden von Bargeld und einem Frühstück. Letzteres sorgte dann gleich für das erste kulinarische Highlight. Wir suchten also und streckten hie und da unsere Nasen in Lokale wo es stets keinen Tee zu trinken gab. Endlich fanden wir eines mit Cay im Angebot, also setzten wir uns. Die Iraner schienen hier mit grossem Appetit ihr Frühstück zu sich zu nehmen, darum bestellt ich auch eine Portion, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben was der Leute Lust zum Frühstück in diesem Lande ist. Der skeptisch dreinschauende Mann fragte dreimal nach und ebenso viele Male gab ich ihm zu verstehen, dass ich das gerne hätte. Be careful what you whish for! Keine Minute später stand eine Teller mit Hirn, Fuss und noch ein Stück vom Schaf vor mir und duftete in seiner einzigartig bockigen Art hoch in meine Nase. Damit aber nicht genug, dazu gab's eine klare Brühe, die im Wesentlichen aus ausgelassenem Schafsfett bestand, welche tatsächlich zum Einlegen des Rückwärtsgangs führte... Tapfer verzehrte ich dennoch einen Biss vom Hirn, verabschiedete mich dann aber ziemlich zackig und ging mal vor die Tür. Das Hirn ging tatsächlich noch durch, aber die Brühe war schlichtweg zu viel. Das flüssige warm-bockige Schaffett bildete einen eckelhaft riechenden Fettfilm über meine Lippen, den ich mit dem besten Willen und Respekt für andere Leute Geschmack nicht ertrug...

Danach rüsteten wir uns mal mit Cash aus. Flo hatte zum Glück über Tausend Stutz CH bar dabei, die wir noch mehr zum Glück in Dollar US wechseln konnte, denn Fränkli sind auch hier eher eine Kuriosität. Was wir immer wieder hörten, uns aber dennoch standhaft weigerten zu glauben, und nun eben weiser sind, ist die Tatsache, dass im Iran weder Kredit noch andere Karten funktionieren und zwar nirgends. Hotel, Kneipen, Einkäufe etc. müssen Ausländer stets in bar tätigen. Um diese Erkenntnis reicher, bekam der Begriff „Budget“ eine ganz neue Bedeutung... Aber so ganz glauben wir das eigentlich noch immer nicht!

Kurz nach elf, pünktlich zu Mittags-rush-hour und dem Eintreten der grössten Hitze, machten wir uns dann auf den Weg nach Rasht, welcher einmal mehr kürzer aussah, als er sich dann tatsächlich gestaltete. Also fuhren wir mal drauflos. Wir befanden uns immer noch auf rund 2000 m ü. M.. Nachmittags stieg die Temperaturen selbst in dieser Höhe auf über 35°C was im Auto über dem Asphalt bestimmt um die 40+° verursachte. Glücklicherweise haben wir unserer Holzkugelsitzauflagen, welche sich schon tausendmal ausbezahlt haben! 


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Zum Iran

Aktuelles Datum 14.5.1389, also im Mittelalter.

Im Iran begegnen wir einem lustigen Mix aus Neugierde und verkehrten Vorstellung von unserer Lebensweise, ganz genau gleich, wie wir sie selbst hier an den Tag legen. Die Menschen scheinen sich den strengen gesellschaftlichen Regeln im Glauben an ein baldiges Entspannen zu unterwerfen und damit ihren Beitrag zu einer kontinuierlichen und friedlichen Öffnung zu leisten. Wer weiss?! Jedenfalls ist das Brechen von Regeln oder zumindest bis ans Limit zu biegen Volkssport. Das verschaffte uns denn auch schon einen der wohl heissesten Augenflirts der Nachkriegszeit. Eine wunderschöne, junge Iranerin, die mit Schwester, Mutter, Vater schräg vis-a-vis zu Tische sass, liess ihre Augen herumrasen, dass einem vor allem das Sehen verging, wer muss da noch hören... Und beim Verlassen des Lokals beschenkte sie uns tatsächlich noch mit einem unglaublich neckischen Augezwinkern, da verging mir der Appetit. Das klingt banal, war aber hoch politisch.

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5. August 2010

Nachdem wir die Nacht am Kaspischen Meer verbrachten und einmal mehr unter freiem Himmel schlufen...Richtung Teheran.. am abend statt Camping, Einladung von Familie zum Essen und schlafen auf Terrasse. Viele Melonen auf den Weg und gute Reise von der Grossmutter persönlich.


6. August 2010

Ankunft in Teheran ca. 12.30h am Airport. 1 Mal mehr, der Versuch an Bargeld und Dollars zu kommen - erfolglos. Es geht einfach nicht im Iran - fertig... wir glauben es logischerweise noch immer nicht. Auch wenn es alle sagen, der Reiseführer ausdrücklich darauf hinweist und und und kein Hotel VISA zu akzeptieren scheint. Also die Suche nach einem Hotel das Karten nimmt – und siehe da, es gibt eins! Keev hält seinen Kärtchen rein und es werden ihm Japanische Yen abgebucht. Das ist doch einfach der helle Wahn!

 

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Reaching the Kaspian Sea

Posted by Vixi Diamond at 5th August 2010 at 13:26 in Homebase

Homebase is lazy. Hop over to Diamond Tours' friends Editanstalt Rally GmbH to see how both the teams are doing.

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Am Goldenen Horn

Posted by Vixi Diamond at 30th July 2010 at 11:23 in On the Road

Liebe Daheimgebliebene

Gestern Donnerstag, 29.Juli, sind wir um 0800 aus Beaograd gestartet. Nach dem wir 2mal die autostrado auffahfrt verpasst haben, liessen wir uns ma eben die Windschutzscheibe von einem jungen girl reinigen und sind nun auf kurs nach istanbul, dem etappenziel von heute, rund 1000 km und somit die elefanten etappe.

Aber jetzt nochma zuruck, was bis jetzt geschah...

am freitag 23. juli sind wir gegen 17 uhr aus zuri raus gestartet. an der ersten tanke spritzte das beyin aus dem Panda von Diasmond Tours in alle richtungen. Die dichtu8ng der BEzin pumpe, hat druchaus ihre berechtigte existenz. wie sich spater herausstellte haben die Jungs in Andelfingen, wo wir den Tank nocham DOnnerstatg 22. eibauen mussten nicht richtig monitert. Damit aber niocht genung, kurz vor flums//Kilometer 82// stellte sich das aggregat von Diamondtours vollstandig aus und ausser enem huesteln war nichts mehr wahr zu nehemen. Der induktionsgeber der Zundsynchronbisation hing einfach lose in der Kuehlerhaube rum...
Etwas spater als geplant sind wir dann in Maikland eingerollt, wo so gleich die Getriebewarnlampe vom Diamondmobil sich in prominentem orange in Pose schmiss und auch bis zum heutigen tage auf ihrerm erleuchteten platz im Cookpit beharrt.

Samstag 24. Der Start:

Gegen 10 schlugen wir an der startrampe auf, wo wir uns gleich ma mit Joolz, ein Offizieller und seines Zeichen fur alle visa geschichten verantortlich, bekannt machten, denn Kevin ist ja nicht auf der Gasteliste für Turkmenistan, was Joolz aber als weniger problematisch hielt als die Tatsache, das wir noch immer kein Visum für die Mongolei haben. Egal, dazu wird bestimmt noch mehr zu lesen sein in Zukunft... Pünktlich um 1330 rollten dann alle teams vom start. Wir machten uns auf den weg richtung prag uber die brenner autobahn, wo wir dann kurz hinter trento auf einem camping übernachteteten. Wir bliebn im Süden, weil sich der Frontscheibenwischer von, einmal mehr, Diamond Tours vom Dienst verabschiedete und an ein Fahren bei Regen ohne den Nämlichen nordlich der Alpen nicht zu denken ist...

Sonntag 25. Juli

Früh tagwach und gleich mal den Scheibenwischer ausbauen. Um die Spuhle des Motors haben sich irgendwelche Krümel versammelt, die da weissgott nichts zu suchen hatten. Bizzli putzen und schon tut ihm wieder. Also weiter richtung prag, genauer Klastovy wo die Czeck-out party stattfinden sollt. Nach einem kurzen Halt an einem Bayrischen Gesangs- und Blasmusikfest, wo wirklich der hinterste und letzte mit Lederhosen rumkrabbelte und wir einen hervorragenden Schweinebraten mit Kraut- und kartofellsalat verspiesen, wozu wir uns zu viert eine Moass teilten, was der örtlichen trinkelite äusserst suspekt erschien, fuhren wir ohne weitere zwischenfälle nach klatovy...

Montag 26. Juli Czeck-out

Nach einem ruhiugen Montag mit besorgungen in den oertlichen geschaften, trug sich dann abends die Czeck-out party zu... Zu der wir unsere daemlichen grossen Cowboy huete aufsetzten welche noch zum grossen Brüller avanzieren sollten, wie man auf einer vielzahl bilder erkennen wird können. erst gabs einen kalten servelats aus dem topf und danach herrliches spanferkel, wovon ich mir ein grosses stück filet geben liess. Nachdem wir uns mit Hedriks Cin-tonik (natürlich mit Gurke!) die stimmung aufhellten, waren wir uns für keine kasparei mehr zu schade und haben der party so richtig eingeheitzt. Hier weiter auszuführen, ist nicht angebracht....

DIenstag 27. Juli

Wir brauchten sehr lange bis Budapest...
Schlafen

Mittwoch 28. Juli

Wir brauchten lange bis Beograd, wo wir gleich wieder übernachteten, Beni ist begeistert von der Stadt!...

Donnerstag 29. Ziel Instanbul

Ja, da sind wir also bereits heute 1100 und haben schon wieder 300km abgedrückt. Die stimmung ist gut, besonders meine, weil es endlich aus Europa rausgeht, in gegenden wo man nicht mal eben hinkommt. Heute sind zwei EU/Schengen Aussengrenzen zu passieren, mal kucken wie viel geduld man da so braucht. Erst mal raus aus Serbien, rein nach Bulgarien und dann raus aus Bulgarien rein in die Türkei...
aber dazu später....

Grüsse over and out!

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Die Tanks sind voll

Posted by Vixi Diamond at 23rd July 2010 at 12:24 in On the Road

************ Liebe Freunde ************

Herzlichen Dank Euch allen, die uns gestern verabschiedet, die Panden bestaunt und den Spendentopf so schön gefüllt haben!!!

Wir fahren jetzt dann gleich los und so der Nachfolger des berühmtberüchtigten Türkmenbaşy will, wird auch Kevin in Turkmenistan einreisen dürfen...

see you around

Eure LieblingsPiloten

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Zwei Wochen vor dem Start

Posted by Vixi Diamond at 8th July 2010 at 20:38

Habe Kopass installier!!!

 

 

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Zwei Wochen vor dem Start

Posted by Vixi Diamond at 8th July 2010 at 20:26

Habe Kopass installier!

 

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diamond tours blabber

Posted by Keev Diamond at 21st April 2010 at 20:42

if the going gets tough, the tough get goingCool

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flow W. (Editanstalt Rally Team)19th July 2010 at 22:17
t-4d -> ea rally
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